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„Eine Zeitreise ins Mittelalter“

 

 Am 18. Juni unternahmen wir, die Klassen 4a und 4b, einen Ausflug zur LBV-Umwelt-

 station „Fuchsenwiese“ in Bamberg. Auf diesem großen Naturgelände wird eine Viel-

 zahl an Aktivitäten für Schüler jeden Alters angeboten. Wir begaben uns auf eine Reise

 ins Mittelalter und beschäftigten uns unter anderem mit der Hygiene (Sauberkeit) in

 dieser Zeit.

 

 Zuerst erzählte uns die Projektleiterin Frau Fürst, wie oft, womit und wo sich die Men-

 schen früher gewaschen und die Zähne geputzt haben. Wir erfuhren dabei viele inte-

 ressante Dinge, die die meisten von uns nicht gewusst hatten.

 

 Und dann ging es los. Als Erstes durften wir selbst Zahnputzpulver, mit dem man sich

 früher die Zähne geputzt hat, herstellen. Nachdem wir in Zweier- und Dreiergruppen

 eingeteilt waren, mussten wir uns entscheiden, ob wir Pfefferminze, Salbei oder Kamille

 als Geschmacksrichtung verwenden wollten. In einem kleinen Mörser zermahlten wir

 die Kräuter mit einem Stößel ganz fein zu Pulver. Am Schluss gaben wir noch etwas

 Milchzucker und Schlämmkreide dazu und vermischten das Ganze. Unser Zahnputz-

 pulver war fertig. Jeder durfte etwas zum Ausprobieren mit nach Hause nehmen.

 

 Nach einer kurzen Pause begann das 2. Projekt: die Herstellung von Duftseife. Mit

 einer Reibe raspelten wir ein Stück neutrale Seife in eine große Schüssel. Das war

 gar nicht so einfach und man musste aufpassen, dass man sich nicht an den Fingern

 verletzte. Anschließend bekam jeder eine kleine Plastikschüssel, in die er drei Ess-

 löffel von der geriebenen Seife gab. Mandelöl und ein starker Kamillenaufguss wurden

 hinzugefügt, damit unsere Seife schon etwas duftete.

 Nachdem wir alles gut durchgeknetet hatten, formten wir eine Kugel und bohrten mit

 dem kleinen Finger ein Loch hinein. Als Nächstes mussten wir uns überlegen, nach was

 unsere Seife riechen sollte. Wir hatten die Auswahl zwischen folgenden Düften: Zitrone,

 Orange, Lavendel und Honig-Rose. Vom gewünschten Öl wurde je ein Tropfen in

 die Vertiefung gegeben. Damit sich der Duft in der ganzen Seife verbreiten konnte,

 kneteten wir sie noch einmal durch und formten wieder eine Kugel. Zur Verzierung 

 rollten wir sie noch in getrockneten Lavendel- oder Ringelblumenblüten oder in beiden.

 Auch unsere selbst gemachte Seife konnten wir mit nach Hause nehmen.

 

 

Bei dem drit­ten Pro­jekt führ­te uns un­ser Pro­jekt­lei­ter Herr Frank in die He­ral­dik ein, das ist die "Wap­pen­kun­de". Zu­erst wur­de uns er­klärt, wel­che Auf­ga­be die Wap­pen hat­ten, die erst im Mit­tel­al­ter entstan­den sind: Mit ih­rer Hil­fe konn­te man im Kampf oder im Tur­nier trotz Rüstung er­ken­nen, wer sich un­ter dem Helm ver­barg und zu wel­cher Fa­mi­lie er ge­hör­te.

Au­ßer­dem er­fuh­ren wir, dass zu ei­nem Wap­pen nicht nur der Schild selbst ge­hört, son­dern sich da­rü­ber oft noch eine Rang­kro­ne be­fin­det, wenn es sich um eine kö­nig­li­che Fa­mi­lie han­delt, ein Helm mit Helm­zier, wie Fe­dern oder Hör­ner, und ein Helm­tuch, das vor der Son­ne schütz­te. Un­ten oder oben kann noch ein Wahl­spruch an­ge­bracht sein.

Nach die­ser Ein­füh­rung bil­de­ten wir Sech­ser- und Sie­be­ner-Grup­pen. Zu­erst ei­nig­ten wir uns auf den In­halt des Wap­pens und skiz­zier­ten mit Bleis­tift un­se­ren Ent­wurf auf wei­ßes DIN A4 Pa­pier. Dann über­tru­gen die Kin­der ei­ner Grup­pe al­les auf ei­nen gro­ßen Papp­kar­ton und mal­ten die Zeich­nung aus. An­schlie­ßend ver­sam­mel­ten wir uns wie­der und jede Grup­pe stell­te ihr Wap­pen vor. Da­nach wur­de ab­ges­timmt, wel­che Darstellung die bes­te Ar­beit war.

Am Ende des Pro­jekt­ta­ges tra­fen sich noch ein­mal die bei­den Klas­sen mit ih­ren Pro­jekt­lei­tern: Zum Ei­nen um zu sa­gen, wie uns die Ak­ti­o­nen ge­fal­len ha­ben, zum Anderen um uns bei die­sen zu be­dan­ken.

He­ral­dik, aber auch die Sei­fen- und Zahn­putzpulver-Her­stel­lung wa­ren wirk­lich in­te­res­sant. Doch es war scha­de, dass es ge­reg­net hat und wir nicht auf dem Bolz­platz Pau­se ma­chen konn­ten. Bis auf die Toi­let­te, ein Dixi-Klo, war es echt ein tol­les Er­leb­nis. Wir kön­nen es auf je­den Fall wei­ter­emp­feh­len!

 

 

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